Von Wien nach Addis Abeba und zurück
In dieser Sendung geht es um den Film "Wax & Gold" von Ruth Beckermann sowie "Das fröhliche Wohnzimmer" in Wien.
Wir bedanken uns bei Ruth Beckermann, die uns den Livemitschnitt aus Addis Abeba für diese Sendung zur Verfügung gestellt hat; bei Ilse und Fritz für die Gedichte, die sie für diese Sendung produziert haben; sowie bei Andreas Pavlic, der uns auf das fröhliche Wohnzimmer aufmerksam gemacht hat.
Playlist
Azla Vegan x Ras G – and
Azla Vegan x Ras G – assira sost (excerpt)
Azla Vegan x Ras G – assira hulet
Matty G – War (Bob Marley Remix)
Azla Vegan x Ras G – säbatt
Marino Formenti and friends in Addis – Livemitschnitt
KOENIG – Sesselleiste (feat. Coco Béchamel)
das fröhliche wohnzimmer – thepeopleinme
fritzgedichte 1
das fröhliche wohnzimmer – happylivingsound
ilsegedichte 1
das fröhliche wohnzimmer – hitmeshort
das fröhliche wohnzimmer – tapfresherz
ilsegedichte 2
das fröhliche wohnzimmer – kropotkinsatz5fw2023 (excerpt)
fritzgedichte 2
das fröhliche wohnzimmer – kropotkinsatz5fw2023 (excerpt)
KOENIG – Hot Springs (excerpt)
Film „Wax & Gold“, Regie: Ruth Beckermann, AUT/ITA 2026, 97 Min.
Buch „König der Könige“, Ryszard Kapuscinski, Piper Verlag 2009
Link zu Das fröhliche Wohnzimmer: https://www.dfw.at/
Gedichttext:
Oh schlag, du tapfres Herz in meiner Brust!
Ich will den Herzschlag, will die Lebenslust.
Ich will das Lachen und das Bier.
Ich will das Ich und auch das Wir.
Ich will nicht bang sein voller Sorgen.
Ich will das Heute und das Morgen.
Ich will dass man mir aufhilft wenn ich falle.
Und was ich will für mich will ich für alle.
Ich will Gesang und Mimikry.
Ich will Kritik und Kikeriki.
Ich will das Reden und das Schweigen.
Ich will den Himmel voller Geigen.
Ich will den Teller voll mit Suppe.
Ich will das Leben in der Gruppe.
Ich will das Leben ganz allein.
Und wie ich bin so will ich sein.
Ich will im warmen Wasser baden.
Will Haare tragen auf den Waden.
Will Haare tragen im Gesicht.
Solang ich will! Und nachher nicht.
Ich will den Herzschlag und das Schwitzen.
Ich will im Schatten großer Bäume sitzen.
Ich will den Ball und will das Rollen.
Ich will das Können und das Sollen.
Ich will den Ernst, ich will das Spiel.
Ich will den Weg, vielleicht ein Ziel.
Ich will das Trinken und das Schlürfen.
Ich will fast alles wollen dürfen.
Ich will die tiefe Mitternacht.
Ich will für niemand keine Macht.
Wie mach ich Schluss mit dem Gedicht?
Oh tapfres Herz, ich kann es nicht.
So bleibt es ohne einen Schluss.
Es will nicht enden, doch es muss.
Es will nicht wollen was ich will.
An dieser Stelle bin ich still.
