Komm ins Offene, Freundin
Neue Öffnungen, thematisch oder klanglich oder per kollektiven Improvisationen. Dazu lernen wir etwas Italienisch.
Komm ins Offene, Freundin
— Anfangsjingle
„Vielleicht reichen heute keine Antworten, nur Öffnungen“.
Zitat aus dem Roman „Hauptsache kein Zeitgeist“ von Hayat Erdoğan, 2026.
— Felix Kubin, Garden. Rmx von qnep
Eine Ode an den GOgarten. Komm ins Offene, Freundin.
„There is a garden, full of beauty“. Im Original von Felix Kubin, hier im Dubmix von qnep für die Turtle Dub Party vor drei Wochen im GOgarten Nürnberg.
— Anne McCarthy + Rumpeln, People Hound Me
Von der letzten Rumpeln-Veröffentlichung „People Hound Me / Lavender Bush“, zusammen mit der Münchner Künstlerin Anne McCarthy.
People Hound Me – Leute bedängen mich. Ab ca. 1806 galt Hölderlin seinen Zeitgenossen als wahnsinnig. Es kam wiederholt zu Zwangsbehandlungen. Von 1807 bis zu seinem Tod 1843 fristete er sein Leben in einer Turmstube über dem Neckar .
Lavendel. Im Schrebergarten oder auf dem Balkon. Inmitten von Betonien.
— AGF, Betonien
AGF ist Antje Greye-Fuchs, die jetzt in Finnland lebt. Aufgewachsen ist sie in der DDR, einem Betonparadies, wie die BRD. Von der DoLP „Beton-Pop-Variations on Concrete“, einer Compilation zusammengestellt von Alexander Pehlemann, im Auftrag für das Europäische Kulturhauptstadtjahr in Chemnitz 2025. Bereits 1978 sehnten sich die Solinger Punkpioniere S.Y.P.H. im gleichnamigen Song „Zurück zum Beton“ – nur dort sei „der Mensch noch Mensch“, wie sie damals nicht frei von Ironie sangen. Das stilistische Spektrum der Compilation ist groß und reicht von Punk, Postpunk, NDW und Indie über Dub bis hin zum elektronischen Dancefloor. Erschienen bei Edition Iron Curtain Radio, einem Sublabel des Leipziger Major Labels.
— High Density Gathering, Sfidando la burocrazìa europea
Sfidando la burocrazìa europea – Der europäischen Bürokratie trotzen.
Neue Öffnungen. Thematisch, klanglich oder improvisiert.
High Density Gathering. Musiker*innen aus Bristol (Dali de Saint Paul, Franco Franco, Jasmine Butt, Ossia u.a.) reisten nach Turin, um mit dortigen Musiker*innen (ing. sollazzi, Mrs Bhutan, mrvrgn u.a.) ein paar Tage lang zu jammen. Mit ihren gemeinsame Vorstellungen von Sounds und kollektivem Arbeiten entstanden diese Aufnahmen, die von den Labels Avon Terror Corps, Arsider, Light Item & Misto Mame gemeinsam veröffentlicht wurden.
— „god“ + keinnetz Session, excerpt
„Arbeit ist Scheiße.“ „Il lavoro è una merda.”
Gemeisame Session von “god” und keinnetz im Studio Die Klatsche in Berlin Lichtenberg im Mai 2026.
Italienisch lernen mit Mach mal langsam.
È Ora Di Farlo. Es ist an der Zeit damit zu beginnen.
— Chris Dreier & Ansgar Wilken, È Ora Di Farlo 1, excerpt
È Ora Di Farlo 1 und 2. Eine Aufnahmesession von Chris Dreier & Ansgar Wilken, erschienen beim Augsburger Label attenuation circuit von Sascha Stadlmeier (remember Gala gegen das Über, Doc Wör Mirran).
Das Label schreibt: Ansgar Wilken and Chris Dreier are Berlin-based visual artists as well as seasoned practitioners in many, often improvised, contexts of experimental music. Dreier started her experimental sound practice in the 1980s as a member of the legendary collective Die Tödliche Doris.
Chris Dreier + Ansgar Wilken kommen ins Offene: Sie treten auf beim diesjährigen NNOI-Festival, das vom 10. – 12 Juli in Zernikow in Brandenburg stattfindet. Veranstaltet vom Berliner Kollektiv Column One. Mehr hier: https://nnoi.de/program.html
— High Density Gathering, Ufficio Sinistri
Siehe Eintrag oben. Weitere Infos dazu: https://avonterrorcorps.bandcamp.com/album/high-density-gathering
Vieni all’aperto, amica mia. Komm ins Offene, Freundin.
Den Titel hat uns Friedrich Hölderlin geliehen, dessen Gedicht „Der Gang aufs Land“ von 1801 mit dem Vers „Komm! Ins Offene, Freund!“ beginnt und in dem er sich mit Hoffnung, Exil und Widerstand gegen die “bleierne Zeit” auseinandersetzt.
Von der bleiernen über die Beton- zur Bildschirmzeit.
— Karl-Marx-Stadt, Sonnenberg-Studie
Noch einmal ein Track aus der DoLP Beton-Pop. Hinter „Karl-Marx-Stadt“ steht Christian Gierden, der sich hier mit dem Chemnitzer Stadtteil Sonnenberg auseinandersetzt. Inspiriert ist der Track von “Beton-Studie” von Karlheinz Stockhausen.
— Coost Lardy Cake, screen eyes (telefon demo)
Screen eyes – eine Persiflage auf den verbreiteten Bildschirmwahn. Coost ist Mitglied der Kunst- und Performancegruppe Czentrifuga. Mehr hier: https://maosrache.org/2026/05/29/garten-der-irren-wuensche/
— CD Jingle
„O.O.Orifice“ – zu deutsch: „Öffnung“. Ein Werk gegen das binäre Geschlechtersystem.
— Rojin Sharafi, Kavire Queer
Rojin Sharafi ist 2014, im Alter von 19 Jahren, von Teheran nach Wien gezogen. Das gehörte “Kavire Queer” ist die Bearbeitung eines bekannten iranischen Liedes (Kavire Del, Wüste des Herzens), das durch die Sängerin Marjan berühmt wurde.
Komm ins Offene, Freundin.
Informationen zu den Tracks und Acts gibt es auf unserer Website: www.maosrache.org
— Chris Dreier & Ansgar Wilken, È Ora Di Farlo 2, excerpt
Noch einmal Chris Dreier & Ansgar Wilken (s.o.)
„In Zeiten der Knappheit ist gegenseitige Hilfe kein Konzept mehr, sondern eine elementare Überlebensstrategie. Sie ist die Luft, die zirkuliert, wenn die Fenster verschlossen sind.“
Zitat aus den Liner Notes zu „High Density Gathering“ – einer Widerstandsresidenz zwischen Bristol und Turin, stattgefunden in den Turiner Underground-Stätten Asile und Povera.
Asile und Povera sind eng miteinander verbundene, unabhängige, von Künstlern betriebene Räume und Veranstaltungsorte. Beide sind zentrale Knotenpunkte für die experimentellen, avantgardistischen und Underground-Kunstszenen Turins.
Vieni all’aperto, amica mia.
— High Density Gathering, For You Serenade
